USA: Pompeo trifft Uiguren über Menschenrechte in China

Twittersmash, 13.03.2019

U.S. Außenminister Mike Pompeo traf sich mit uigurischen Muslimen, die unter Chinas Festnahme der türkischen Minderheit gelitten haben, sagte das Außenministerium am Mittwoch.

Pompeo traf sich am Dienstag mit Mihrigul Tursun, einem Überlebenden eines chinesischen Internierungslagers in Xinjiang, sowie mit Gulchehra Hoja, Ferkat Jawdat und Arfat Erkin, Uiguren, deren Angehörige in Lagern festgehalten oder von chinesischen Behörden strafrechtlich verurteilt wurden.

“Diese Geschichten der Überlebenden sind nur einige von Hunderten anderer Geschichten von Überlebenden von Chinas repressiver Kampagne in Xinjiang”, sagte der Sprecher des Außenministeriums, Robert Palladino, in einer Erklärung.

Die Region Xinjiang beherbergt 13 Millionen Uiguren. Die türkisch-muslimische Gruppe, die rund 45 Prozent der Bevölkerung Xinjiangs ausmacht, beschuldigt seit langem die Behörden der kulturellen, religiösen und wirtschaftlichen Diskriminierung.

Rund 1 Million Uiguren, ethnische Kasachen und andere muslimische Minderheiten wurden in einem wachsenden Netzwerk von Lagern für “politische Umerziehung” eingesperrt, so US-Beamte und UN-Experten.

In einem Bericht vom vergangenen September warf Human Rights Watch (HRW) der chinesischen Regierung eine “systematische Kampagne der Menschenrechtsverletzungen” gegen uigurische Muslime in Xinjiang vor.

Pompeo versprach, dass die USA die Bemühungen unterstützen werden, Chinas Kampagne gegen muslimische Minderheiten im Land zu beenden.

“Wir fordern die chinesische Regierung auf, die Familienmitglieder dieser Personen und alle anderen, die willkürlich in den Lagern festgehalten werden, unverzüglich freizulassen”, sagte Palladino.