«Ungewöhnliche» Bärte verboten

NZZ Online, 31.03.2017

8zuhoinj903ruIn Xinjiang ist die Lage zwischen muslimischen Uiguren und Han-Chinesen seit längerem angespannt. Die Regierung reagiert mit Gesetzen auf islamistische Propaganda. Sie betreffen vor allem Muslime.
 
Der erst seit wenigen Monaten amtierende Chef der Kommunistischen Partei in der im Westen Chinas gelegenen Provinz Xinjiang macht seinem Ruf, ein harter Hund zu sein, alle Ehre. Chen Quanguo, der zuvor den Tibetern die Daumenschrauben angezogen hatte, liess zunächst die Sicherheits- und Überwachungsanlagen in Teilen Xinjiangs ausbauen. Nun hat der Ständige Ausschuss des Volkskongresses – die höchste Legislative in Xinjiang – ein neues Gesetz verabschiedet, das an diesem Samstag in Kraft tritt. Es stellt fünfzehn «Worte und Taten» unter Strafe, um die Provinz vor Ungemach durch muslimische Terroristen zu schützen. Die Regierung in der Provinzhauptstadt Urumqi hat damit die uigurische Minderheit im Blick. Annähernd die Hälfte der rund 22 Millionen Muslime in China leben in Xinjiang. Die Uiguren sind ein turksprachiges Volk mit eigener kultureller Identität.
 
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