Protest gegen Organraub

Quelle: Wormser-Zeitung

DEMONSTRATION Menschenrechtler prangern am Samstag in Worms Verbrechen in China an

WORMS – (red). Menschenrechtsaktivisten wollen am Samstag, 21. Juli, von 10 bis 20 Uhr „Chinas staatlich geförderten Organraub“ zum Thema einer Kundgebung in der Kämmererstraße machen. Menschenrechler und Falun-Gong-Praktizierende wollen über aktuelle Verbrechen der Kommunistischen Partei Chinas aufklären und neue Fakten präsentieren.

100 Millionen Anhänger der buddhistischen Meditationsschule „Falun Gong“ seien derzeit in China Zielscheibe eines Völkermords. Sie würden verschwinden, gefoltert und bei lebendigem Leib ihrer Organe beraubt, klagen die Aktivisten an. Über 700 Kliniken in ganz China verpflanzten demnach Organe gegen Bezahlung, ohne dass ein Spendersystem nach westlichem Standard existiere. Von dem geheimen Organhandel seien außerdem 15 Millionen Uiguren, sechs Millionen Tibeter und eine in die Millionen gehende Zahl von Mitgliedern christlicher Hauskirchen betroffen. Laut Ermittlern wird nicht nur bei Inhaftierten nach geeigneten Organen gesucht: Seit 2015 würden gewaltsam Blutproben in Privatwohnungen von Falun-Gong-Praktizierenden genommen. Seit 2017 laufe ein Programm zur genetischen Erfassung aller Uiguren. „Organraub in China: Enthüllt im Jahr 2006 – Was wir heute darüber wissen“: Zu diesem Thema spricht Dr. Thorsten Trey, Direktor der DAFOH. Die Vereinigung „Doctors Against Forced Organ Harvesting (Ärzte gegen erzwungene Organentnahme) wurde 2016 für den Friedensnobelpreis nominiert. Über die Frage „Was hat die medizinische Gemeinschaft bisher unternommen?“ referiert Professor Huige Li von der medizinischen Fakultät der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Über „Chinas Regime – der Pakt von Wirtschaftswachstum und Gewalt“, spricht Hubert Körper von der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM).