Görlach global: Xi Jinpings China auf einem gefährlichen Weg

DW, 13.03.2019

Während die Welt von China vor allem den Süden und die entwickelten Küstenregionen wahrnimmt, regiert im Nordwesten der Ein-Parteien-Staat mit totalitärer Härte. Hier darf niemand wegschauen, meint Alexander Görlach.

Es gäbe, so las ich jüngst in einem Artikel, ein gutes und ein schlechtes China. Das gute, so der Autor, sei jenes südlich einer imaginären Linie, die vom Nordosten in den Südwesten des Landes reicht, das schlechte liege nördlich davon. Das südliche China ist jenes, das prosperiert und von der Welt bewundert wird: Hier liegen die ökonomisch bedeutenden Städte, die Mehrheit der Bevölkerung lebt hier, große Infrastrukturprojekte haben dort Städte für Millionen Menschen geschaffen, wo vor 30 Jahren noch nichts stand. Im Norden hingegen liegen die politischen Krisengebiete des Riesenreiches: die Innere Mongolei, Tibet, die Provinz Xinjiang.

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Muslimische Minderheit in China Türkei empört über “Konzentrationslager”

n-tv, 21.02.19

Die chinesische Provinz Xinjiang ist die Heimat der Uiguren. Das muslimisch geprägte Turkvolk steht unter strenger Beobachtung Pekings. Neue Berichte über Umerziehungslager für Muslime rufen die türkische Regierung auf den Plan.

Mit scharfen Worten hat die türkische Regierung von der Volksrepublik China die Schließung der Umerziehungslager für Uiguren in der westlichen Provinz Xinjiang verlangt. Die Zwangsinternierung der muslimischen Minderheit sei eine “Schande für die Menschheit”, erklärte Außenministeriumssprecher Hami Aksoy. “Es ist kein Geheimnis mehr, dass mehr als eine Million Uiguren willkürlich festgenommen wurden, dass sie in Gefängnissen und Konzentrationslagern gefoltert und politischer Gehirnwäsche unterzogen werden.”

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Streit um chinesische Minderheit Ankara prangert Umgang mit Uiguren an

Tagesschau, 21.02.19

Der vermeintliche Tod eines uigurischen Musikers in einer Haftanstalt in Xinjiang sorgt für Spannungen zwischen Peking und der Türkei. Ankara greift nun generell China wegen seines Umgangs mit der uigurischen Minderheit an.

Von Steffen Wurzel, ARD-Studio Shanghai

Der Musiker Abdurehim Heyit aus der muslimisch geprägten chinesischen Region Xinjiang steht seit Tagen im Zentrum eines diplomatischen Streits zwischen China und der Türkei. Im Jahr 2017 wurde der auch in der der Türkei populäre Musiker von der chinesischen Polizei verhaftet. Seitdem ist er verschwunden. Nach Berichten pro-uigurischer Menschenrechtsaktivisten ist Heyit vor wenigen Tagen in chinesischer Haft gestorben.

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Internierte Muslime müssen Zwangsarbeit leisten

Bitter Winter12.01.2019

Von Li Zaili Es gibt vermehrt Hinweise darauf, dass die in den Transformation durch Bildung-Lagern internierten Muslime Zwangsarbeit leisten müssen. Das Laojiao bzw. „Umerziehung durch Arbeit“-System, das 2013 von der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) abgeschafft wurde, feiert nun ein Comeback: zumindest inhaltlich, wenn auch nicht namentlich.

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„Aus meiner Schwiegerfamilie sind Dutzende verschwunden“ – der 11. September der Rushan Abbas

Bitter Winter, 18.01.2019

Von Marco Respinti – Zum ersten Mal traf ich Rushan Abbas in Genf und zwar an dem Tag, an dem vor dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen das Allgemeine Periodische Überprüfungsverfahren gegen China stattfand. Mich beeindruckte das Plakat, das sie trug, auf dem das Bild einer uigurischen Dame mittleren Alters abgebildet war und auf dem stand: „Wo ist meine Schwester? Sie ist promovierte Ärztin, sie braucht keine Berufsausbildung.“ Die Masseninternierungslager in Xinjiang sind nämlich offiziell als „Transformation durch Bildung“-Lager bekannt, und obwohl die Menschen dort gefoltert werden und sterben, behauptet die Kommunistische Partei Chinas (KPCh), dass sie diesen eine „Berufsausbildung“ zukommen lasse, um sie von religiösem Extremismus zu heilen.

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China sagt, das Tempo von Xinjiang ‘Bildung’ werde sich verlangsamen, aber die Lager verteidigen

Twittersmash10.01.2019

China wird nicht zurücktreten, was in Xinjiang als äußerst erfolgreiches Programm zur Radikalisierung angesehen wird, das weltweite Besorgnis hervorruft, aber es werden weniger Menschen durchgeschickt, sagten die Behörden letzte Woche seltener Medienzugriff dort.

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China will Muslime auf Linie bringen

DW10.01.2019

Von William Yang – China gibt sich offen und tut so, als hätte es in der vom Islam geprägten Region Xinjiang nichts zu verbergen. Gleichzeitig sollen die geschätzt 23 Millionen Muslime in China möglichst folgsame Parteichinesen werden.

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Das orwellsche Leben auf dem Xinjiang-Campus

Bitter Winter03.01.2019

Ruth Ingram “Parken verboten auf beiden Seiten der Straße”. Ein Straßenschild auf dem Campus der Xinjiang Staatsuniversität in Urumqi, bei der jedoch die uigurische Übersetzung grob überklebt wurde.
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Vorgehen gegen Muslime über Xinjiang hinaus ausgeweitet

27.12.2018, Bitter Winter

Unter dem Vorwand der “Terrorismusbekämpfung“ weitet Peking seinen Kampf gegen den Islam auf andere Gebiete an der Westgrenze aus.

Paul Crespo

Wie die South China Morning Post berichtet, haben Beamte der städtischen Bildungsbehörde angeordnet bis zum 17. Dezember die Arabische Schule von Pingliang in Chinas nordwestlicher Provinz Gansu zu schließen. Die Behauptung der Behörden, dass die Schule ohne Genehmigung betrieben würde, klingt fadenscheinig, da es diese bereits seit 1984 gibt.

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Fabriken und Krankenhäuser werden zu Internierungslagern (Videos)

22.12.2018, Bitter Winter

Der Industriepark für Bekleidung im Kreis Huocheng (Xinjiang) wurde zu einem Internierungslager umfunktioniert, doch das Schild am Eingang weist das Gelände unverändert als Industriepark aus.

Der geheime Plan, die internierten Uiguren in harmlos wirkenden Einrichtungen unterzubringen, geht nach hinten los und zeigt Xinjiangs unstillbaren Bedarf an weiterem gefängnisähnlichem Raum zur Unterbringung von Gefangenen.

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