Ehemalige Präsident/Präsidentin

Rebiya Kadeer(2006-2017)

ughuyr-2-770x365

Frau Rebiya Kadeer ist die bekannteste Verfechterin der Menschenrechte und die Führerin des Uigurischen Volkes. Sie ist 60 Jahre und Mutter von elf Kindern. Sie schaffte es von einer einfachen Wäscherin zur erfolgreichen Unternehmerin eines Millionenunternehmens. Wegen ihres Eintretens für die Anliegen der Uiguren verbrachte sie 6 Jahre in chinesischer Gefangenschaft. Vor ihrer Verhaftung im Jahr 1999 war sie eine sehr bekannte Uigurische Geschäftsfrau und an siebter Stelle der wohlhabendsten chinesischen Unternehmerinnen.

Frau Kadeer ist eine fürsorgliche Mutter, menschenfreundlich und politisch aktiv. Sie gründete und leitete ein Multimillionendollar Handelsunternehmen und Kaufhaus in Urumchi, Hauptstadt  der Xinjiang Autonomen Region (frühe Ostturkestan). Sie engagierte sich, um hilfsbedürftigen Uiguren insbesondere Frauen und Kindern zu helfen. Um Kinder aus armen uigurischen Familien zu unterrichten, eröffnete sie in ihrem Warenhaus kostenlose Schulklassen. Sie gründete die Bewegung „Tausend Mütter“ im Jahr 1997 und ermutigte uigurische Frauen selbstständig zu werden. Ihre sozialen Anstrengungen wurden zunächst von der chinesischen Regierung gelobt. Sie wurde im Jahr 1992 als Mitglied des Nationalen Volkskongress Rates berufen und war 1995 Mitglied der chinesischen Delegation zu dem 4. Weltkongress der Frauen der Vereinigten Nationen (UN).

Ursprünglich hoffte Frau Kadeer die Lage des uigurischen Volkes dadurch zu verbessern, indem sie mit den staatlichen chinesischen Systemen zusammenarbeitete. Sie versuchte hohe chinesische Funktionäre, einschließlich des chinesischen Präsidenten, zu überzeugen, ihre harte repressive Haltung gegenüber den Uiguren zu ändern. Pekings Haltung gegenüber Frau Kadeer änderte sich, als diese im März 1997 während der Vollversammlung des Nationalen Volkskongress Rates die chinesische Regierung kritisierte. In ihrer Rede forderte sie die chinesische Regierung auf, die Autonomie des Uigurischen Volkes und ihre Menschenrechte zu würdigen. In scharfem Ton, beanstandete sie die harte Niederschlagung der Demonstration der uigurischen Studenten, welche einen Monat zuvor in der Stadt Ghulja stattgefunden hatte.

Um Frau Kadeer wegen ihres illoyalen Verhaltens gegenüber der Kommunistischen Partei Chinas zu bestrafen, wurde sie von der Partei ausgestoßen. Es wurde ihr die Mitgliedschaft des Nationalen Volkskongress Rates entzogen und verboten ins Ausland zu reisen. Peking übte ferner Druck auf sie aus, sich von ihrem Ehemann Sidiq Rozi, einem Dissidenten der 1996 in die USA geflohen war, scheiden zulassen.

Als sie 1999 unterwegs war, um eine Delegation des amerikanischen Kongresses zu treffen, wurde Frau Kadeer verhaftet und wegen angeblichem Diebstahl von Staatsgeheimnissen zu 8 Jahren Gefängnis verurteilt.

Frau Kadeer wurde für die chinesische Regierung zu einem internationalen Ärgernis nachdem Amnesty International und Human Rights Watch ihren Fall veröffentlichten und nachdrücklich ihre Freilassung verlangten. Im Jahr 2000 hat Human Rights Watch Frau Kadeer mit seiner höchsten Menschenrechtsauszeichnung geehrt. Im Jahr 2004 ehrte sie die norwegische Rafto Stiftung mit dem Rafto Preis. Dann, am 17 März 2005, drei Tage vor dem offiziellen Besuch des amerikanischen Außenministers, wurde sie aus medizinischen Gründen aus der Haft entlassen.

Seit ihrer Haftentlassung engagiert sich Frau Kadeer stark, um die Menschenrechtslage des uigurischen Volkes zu verbessern. Obwohl die chinesische Regierung sich bemüht das Ansehen von Frau Kadeer herabzusetzen, bleibt sie die Mutter und Führerin der uigurischen Nation. Das uigurische Volk setzt in sie seine Hoffnung für eine bessere Zukunft.

Erkin Aliptekin(2004-2006)

erkin-alptekin-former-wuc-president

Herr Erkin Alptekin wurde als Sohn von Isa Yusuf Alptekin, dem verstorbenen Generalsekretär der Provinzregierung von Ostturkestan, am 4 Juli 1939 dort geboren. Nach der Besetzung von Ostturkestan durch die chinesischen Kommunisten im Jahr 1949 suchte er zusammen mit seiner Eltern in Srinagar, Kaschmir, Indien Zuflucht. Seine Schulausbildung begann in Urumchi, der Hauptstadt von Ostturkestan. Er absolvierte das Convent College in Srinagar sowie das Institut für Journalismus in Istanbul.

Im Jahr 1971 wurde er Mitarbeiter des Rundfunksenders Radio Freies Europa/Radio Liberty in München. Dort arbeitete er als Spezialist für Sondersendungen, als Chef Analyst sowie als Stellvertretender Direktor für Landessendungen und Chefberater des Direktors von Radio Liberty. Als Radio Freies Europa/Radio Liberty sich entschloss im Jahr 1995 nach Prag umzuziehen,  beantragte seine vorzeitige Pensionierung.

Seit 1971 hat sich Erkin Alptekin erfolgreich um die Belange seines eigenen Volkes sowie um die Belange anderer Nationen, Völkern, Minderheiten und Verfolgten Völkern in der westlichen Welt bemüht. Er war im Jahr 1985 in Zürich einer der drei Gründer des gemeinsamen Komitees der Völker von Ostturkestan, Tibet und der Innern Mongolei. Er ist immer noch der Präsident dieser Organisation. Mit der Unterstützung seiner Landsleute gründete er 1991 in München die Ostturkestanische Union in Europa e.V. Im gleichen Jahr gründete er die Organisation der nicht-repräsentierten Nationen und Völker („Unrepresented Nations and Peoples Organisation-UNPO“) mit Sitz in Den Haag. Von 1991 bis 2003 war Herr Erkin Alptekin Generalsekretär, Stellvertretender Vorsitzender und Vorsitzender der UNPO. Die UNPO hat jetzt 60 Mitglieder, welche weltweit ungefähr 150 Millionen Menschen vertreten. Zusammen mit dem ehemaligen spanischen Kulturminister Herr Frederico Mayor und der Frau Daniella Mitterrand, ehemalige First Lady von Frankreich, hat Herr Erkin Alptekin im Jahr 2000 die UBUNTU (Frieden) in Barcelona gegründet. Während der Konferenz vom 16-18 April in München wurde er zum Präsidenten des Weltkongresses der Uiguren (WUC) gewählt. Herr Erkin Alptekin ist ebenfalls Berater für einige internationale Organisationen in Asien, Europa und den Vereinigten Staaten.

Während der vergangenen 35 Jahre hat er an mehr als 6.000 internationalen Konferenzen weltweit teilgenommen. Er hat viele Artikel und Hintergrundberichte veröffentlicht. Er steht im Blickpunkt der westlichen Medien.

Herr Erkin Alptekin ist verheiratet und hat einen Sohn. Neben seiner Muttersprache Uigurisch, spricht er Türkisch, Englisch und Deutsch. Er ist deutscher Staatsbürger und wohnt in Deutschland.