120.000 Uiguren in Umerziehungslagern festgehalten

Dlf24, 27.01.2018

In der chinesischen Region Xinjiang werden nach einem Medienbericht 120.000 Uiguren in Umerziehungslagern festgehalten.

Die Uiguren sind eine muslimische Minderheit. Nach einem Bericht des Senders “Radio Free Asia” handelt es sich bei den Festgehaltenen um Menschen, denen die Behörden extremistische oder politisch nicht genehme Ansichten vorwerfen. Allein in der Stadt Kashgar sollen mehrere zehntausend Uiguren betroffen sein. Es gibt dort dem Bericht zufolge vier Umerziehungslager, die zum Beispiel in umfunktionierten Regierungsgebäuden oder Schulen eingerichtet werden. Der britische Guardian zitiert einen Menschenrechtler, der die Zahlen in dem Radiobericht als glaubwürdig bezeichnet. “Radio Free Asia” wird aus den USA finanziert.

Die Uiguren werden nach eigener Darstellung seit vielen Jahren in Xinjiang drangsaliert und diskriminiert. Es kommt in der Region regelmäßig zu Konflikten mit der chinesischen Bevölkerungsmehrheit und zu Anschlägen, die die Behörden uigurischen Separatisten zur Last legen.

Diese Nachricht wurde am 25.01.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.