Menschenrechtsreport Nr. 81: Billigexporte aus China schüren Menschenrechtsverletzungen

Gesellschaft für bedrohte Völker, 11.06.2016

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Tibeter, Uiguren und Mongolen beklagen seit Jahrzehnten schwerste Menschenrechtsverletzungen in der Volksrepublik China. Im westlichen Ausland werden vor allem Verletzungen ihrer kulturellen Rechte, ihrer Meinungsäußerungsfreiheit und der Freiheit zur Ausübung ihres Glaubens wahrgenommen und kritisiert.

Doch Chinas Aufstieg zur Welthandelsmacht wäre ohne den Zugriff auf billige Ressourcen in Tibet, Ostturkestan/Xinjiang und der Inneren Mongolei nicht möglich gewesen. Denn alle drei Regionen verfügen über eine Vielfalt von mehr als 130 Rohstoffen. Viele dieser Ressourcen sind weltweit begehrt, wie die „Seltenen Erden“ aus der Inneren Mongolei oder Lithium, Molybdän, Kupfer und Gold aus Tibet. Doch vor allem die preiswerte Energie (Kohle, Erdöl, Erdgas, Wasserkraft, Sonnen- und Windenergie) sowie die laxe Auslegung von Umweltvorschriften und die staatliche Förderung der wirtschaftlichen Erschließung dieser Nationalitäten-Regionen treiben die Verlagerung immer neuer Kernbereiche der produzierenden Wirtschaft Chinas nach Ostturkestan/Xinjiang und in die Innere Mongolei voran.

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Neuer Menschenrechtsreport „Staatsfeind Schriftsteller“ dokumentiert Verfolgung von Autoren in China

Gesellschaft für bedrohte Völker, 15. März 2012

Der Report „Staatsfeind Schriftsteller“ der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) dokumentiert auf 120 Seiten die Verfolgung von 79 Schriftstellern und Internet-Autoren in China.

„Aus politischen Gründen werden zurzeit 54 Autorinnen und Autoren in China in regulären Haftanstalten, Geheimgefängnissen oder Arbeitslagern festgehalten“, wird in dem 120 Seiten umfassenden Report „Staatsfeind Schriftsteller“ festgestellt.

„Darüber hinaus werden Dutzende regimekritische Autoren erst gar nicht verhaftet, sondern unter Hausarrest gestellt oder bedroht.“ So werden in dem Report auch 25 Schicksale von Autoren beschrieben, die von Chinas Staatssicherheit massiv eingeschüchtert werden. „Die von der Kommunistischen Partei angekündigte „Kulturreform“ bringt für Chinas Autoren keine Liberalisierung, sondern nur noch mehr Kontrolle und Einschüchterung. Viele Schriftsteller reagieren darauf mit Selbstzensur“, resümiert die GfbV.

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Rettet Kashgar!: China zerstört den Schatz der Seidenstraße

Gesellschaft für bedrohte Völker, 07.21.2009

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Ende Februar 2009 rollten die ersten Bulldozer heran, um die Altstadt Kashgars niederzureißen. Der Jahrhunderte alte Stadtkern der kulturhistorisch bedeutendsten islamischen Stadt Zentralasiens soll nach dem Willen Pekings dem Erdboden gleichgemacht werden. Tausende Lehmhäuser sollen in den kommenden fünf Jahren zerstört weden.

Bis zu 220.000 Angehörige der Volksgruppe der Uiguren sollen in neue Wohnblocks außerhalb des Zentrums umgesiedelt werden. Über die Köpfe der Betroffenen hinweg haben die chinesischen Behörden den Kahlschlag beschlossen. Viele Uiguren sind schockiert von diesem kulturellen Vandalismus. Denn für sie ist Kashgars Altstadt nicht nur der Schatz der Seidenstraße, sondern auch Symbol ihrer Identität und Kultur. Wer Kashgar schleift, zerstört eine der Perlen des Weltkulturerbes der Menschheit!

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Guantanamo-Uiguren in Europa Schutz gewähren

Gesellschaft für bedrohte Völker, 05.22.2008

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Sechseinhalb Jahre nach ihrer Festnahme in Afghanistan und Pakistan werden noch immer 17 Uiguren aus der chinesischen Region Xinjiang / Ostturkestan im US-Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba festgehalten. Es sind die ersten Opfer des weltweiten Kampfes gegen den Terrorismus. Der vorliegende Menschenrechtsreport stellt nicht nur viele der Verhafteten erstmals persönlich vor und beschreibt die Umstände ihrer Inhaftierung. In dem Bericht wird auch deutlich, dass den Festgenommenen im Falle einer Abschiebung nach China akute Lebensgefahr droht.

Alle Verhafteten weisen den Vorwurf der Unterstützung des Terrornetzwerkes El Kaida und des internationalen Terrorismus glaubwürdig zurück. In dem Bericht wird ausführlich dokumentiert, dass die US-Militärbehörden nach den ersten Verhören zwei Jahre lang von der Unschuld der Verhafteten ausgingen und erst Ende des Jahres 2004 willkürlich die meisten Festgenommenen zu “feindlichen Kämpfern” erklärten, um ihre Freilassung herauszuzögern.

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