Uigurischer Menschenrechtler von UN-Gelände verwiesen

GfbV, 08.05.2017

Internationale Menschenrechtsorganisationen sind zutiefst besorgt über die zunehmende Tendenz, Menschenrechtlern in Foren der Vereinten Nationen (UN) das Wort abzuschneiden.

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China: 20. Jahrestag des Massakers von Gulja: Gewalt gegen muslimische Volkgruppe der Uiguren endlich beenden

GfbV, 03.02.2017

8789978uhjDie Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) erinnert an die Opfer des Gulja-Massakers vor 20 Jahren in Ostturkestan/Xinjiang im Nordwesten Chinas. Mehr als 100 Uiguren waren am 5. Februar 1997 bei der brutalen Niederschlagung einer friedlichen Demonstration in der Stadt Gulja nahe der Grenze zu Kasachstan von chinesischen Sicherheitskräften getötet worden. „Das Massaker von Gulja löste eine Welle der Repression aus, die bis heute anhält. Willkür, Verfolgung und gewaltsamer Tod sind für Angehörige der muslimischen Volksgruppe der Uiguren seither alltäglich“, berichtete der GfbV-Asienreferent Ulrich Delius am Freitag in Göttingen. Statt die Verantwortlichen für das Blutbad zur Rechenschaft zu ziehen, wurden nach der Demonstration bis zu 4.000 Menschen verhaftet. Mehr als 200 Uiguren wurden in den folgenden zwei Jahren wegen ihrer angeblichen Teilnahme an Protesten zum Tode verurteilt und hingerichtet. 90 Uiguren mussten langjährige Haftstrafen verbüßen.

„Das Massaker von Gulja markiert einen tiefen Einschnitt in Ostturkestan. Seitdem ist die Lage dort eskaliert“, sagte Delius. Einerseits wiederhole sich dort immer das gleiche Gewaltmuster: Uiguren protestierten friedlich gegen Einschränkungen ihrer Religionsfreiheit oder willkürliche Festnahmen. Daraufhin eröffneten verängstigte Sicherheitskräfte mit scharfer Munition das Feuer auf die Demonstranten und rechtfertigten ihren unverhältnismäßigen Gewalteinsatz mit vermeintlicher Terrorabwehr. Andererseits gebe es neben friedlichen Protesten auch immer häufiger Verzweiflungstaten von Uiguren, die mit Gewaltakten auf die dramatische Lage in ihrer Heimat aufmerksam machen wollten.

„Der Kreislauf von Gewalt und Gegengewalt muss endlich durchbrochen werden“, forderte Delius. „Dafür müssen Chinas Behörden endlich die willkürliche Verfolgung beenden und den Uiguren ihre verfassungsmäßig garantierten Rechte auch tatsächlich einräumen.“ 

Nach der brutalen Niederschlagung eines Protestes von uigurischen Jugendlichen gegen die willkürliche Verhaftung von 30 religiösen Führern hatten mehrere tausend Menschen vor 20 Jahren friedlich in Gulja demonstriert. Bereitschaftspolizei setzte scharfe Munition ein und feuerte wahllos in die Menschenmenge. In den folgenden Tagen wurde die Stadt von 40.000 Sicherheitskräften hermetisch abgeriegelt und das Stadion in ein Internierungslager für festgenommene Uiguren verwandelt.  

Header Foto: Sergio Tittarini via Flickr

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Massaker an Uiguren in Ostturkestan jährt sich zum zweiten Mal (28.7.): „Tiananmen“ der Uiguren endlich aufklären – Straflosigkeit muss beendet werden

GfbV, 28.07.2016

Zwei Jahre nach dem Tod hunderter Uiguren bei einem Blutbad chinesischer Sicherheitskräfte im Bezirk Yarkand in der Region Xinjiang/Ostturkestan hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) eine unabhängige Untersuchung der Massaker-Vorwürfe gefordert. „Das Blutbad von Yarkand hat für die Uiguren eine ähnliche Bedeutung wie das Tiananmen-Massaker für die chinesische Öffentlichkeit.

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Peking verschärft Druck auf Menschenrechtsverteidiger

GfbV, 19.02.2016

„Diffamierend“: Chinas Außenministerium kriminalisiert in Deutschland lebenden uigurischen Menschenrechtler (Pressemitteilung)

Als „haltlos und diffamierend“ hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die verbalen Angriffe von Chinas Außenministerium auf den in Deutschland lebenden uigurischen Menschenrechtler Dolkun Isa zurückgewiesen.

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„Gewissen Chinas“ wird weggesperrt: Tiefpunkt der Rechtsstaatlichkeit in der Volksrepublik (Pressemitteilung)

GfbV, 14.12.2015

Das Gerichtsverfahren gegen den chinesischen Menschenrechtsanwalt Pu Zhiqiang, das am heutigen Montag in Peking stattgefunden hat, ist bei der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) auf scharfe Kritik gestoßen.

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OFFENER BRIEF ANLÄSSLICH IHRER BEVORSTEHENDEN REISE NACH CHINA

Amnesty International Deutschland
International Campaign for Tibet
Weltkongress der Uiguren

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

anlässlich Ihrer anstehenden Reise nach China möchten wir Sie bitten, sich angesichts der alarmierenden Lage der Menschenrechte gegenüber Ihren chinesischen Gesprächspartner_innen für konkrete Verbesserungen auszusprechen.

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Mindestens 25 Menschen sterben bei Polizei-Einsätzen in Krisenregion Chinas: Spannungen eskalieren im Nordwesten Chinas

GfbV, 23.02.3015

Mindestens 25 Menschen fielen in den letzten zehn Tagen Auseinandersetzungen zwischen Uiguren und der Polizei in Chinas Nordwesten zum Opfer, berichtete die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV). „Dies signalisiert erneut einen massiven Anstieg der Spannungen in der Krisenregion Xinjiang / Ostturkestan“, erklärte der GfbV-China-Experte Ulrich Delius am Montag in Göttingen.

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PRESSEMITTEILUNG – China: 27 Uiguren zum Tode verurteilt

GfbV, 13.10.2014

Scharfe Kritik an harschem Urteil – Unabhängige Untersuchung  gefordert

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat scharfe Kritik an der Verurteilung von 27 Uiguren zum Tode geübt. „Solange Chinas Ermittlungsbehörden nicht eine unabhängige Untersuchung der Hintergründe der Gewalt gestatten, die zu den heutigen Todesurteilen führten, ist jeder Urteilsspruch voreilig“, erklärte der GfbV-Asienexperte Ulrich Delius. „Denn aufgrund von Berichten von Augenzeugen bestehen berechtigte Zweifel an der offiziellen Darstellung des Tatgeschehens.“

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Unabhängige Untersuchung gefordert – Warnung vor noch mehr Gewalt in Nordwest-China

GfbV, 16.12.2013

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat eine unabhängige Untersuchung eines Polizei-Einsatzes gefordert, bei dem nach offiziellen chinesischen Angaben am letzten Wochenende 14 Uiguren und zwei chinesische Polizisten im Nordwesten des Landes getötet wurden.

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Gewalt und Verfolgung der Uiguren werden weiter zunehmen

GfbV, 31.10.2013

 Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) warnt vor einer Zunahme von Gewalt und Verfolgung in der von Uiguren bewohnten Provinz Xinjiang im Nordwesten Chinas. „Der tödliche Zwischenfall in Peking wird die Gewaltspirale in der Unruheregion weiter anheizen“, warnte der GfbV-Asienreferent Ulrich Delius am Donnerstag in Göttingen. „Chinas Sicherheitsbehörden werden Uiguren nun noch häufiger unter Generalverdacht stellen und die Grundrechte der muslimischen Minderheit noch weiter einschränken.

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