Renommierter Fotograf in China verschwunden

Deutsche Welle

Lu Guang gilt als einer der bekanntesten Fotografen Chinas, lebt aber mit seiner Familie in New York. Er wurde vielfach ausgezeichnet, darunter mit dem World Press Photo Award und mit dem deutschen Henri-Nannen-Preis. Nach Angaben seiner Frau, Xu Xiaoli, war er als Tourist nach Xinjiang gereist, um sich mit Fotografen zu treffen und Seminare zu geben.

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China: Bunte Menschenrechtsaktion in Berlin für die Schließung von Umerziehungslagern

Quelle: gfbv

Hunderttausende Uiguren und Kasachen illegal eingesperrt (Pressemitteilung)

Bundeskanzlerin Angela Merkel soll sich bei den deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen am heutigen Montag für die Schließung der Umerziehungslager in der Uiguren-Region Xinjiang einsetzen. Dazu hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die Kanzlerin mit einer bunten Menschenrechtsaktion in Berlin aufgefordert. In Deutschland lebende Tibeter und Uiguren unterstützten die Aktion, die die GfbV mit eindringlichen Bildern und Accessoires in Szene setzte. So hat sich ein Aktivist einen überdimensionalen Waschmittelkarton für „Gehirnwaschpulver“ übergestülpt. Computermonitore mit dem Konterfei von Staatspräsident Xi Jinping symbolisierten die totale Überwachung der uigurischen Bevölkerung im Nordwesten Chinas, die später auf das ganze Land ausgeweitet werden soll.

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Gesellschaft für bedrohte Völker warnt vor Einschränkung der Freiräume von NGOs

Quelle:gfbv

Menschenrechtlern sollte beratender Status bei der UNO entzogen werden (Pressemitteilung)

China hatte die Akkreditierung des langjährigen uigurischen GfbV-Mitgliedes Dolkun Isa bei einer UN-Konferenz im April als Regelverstoß gewertet, weil der in München lebende Menschenrechtler angeblich ein Terrorist sei. Bild: GfbV

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) warnt vor einer Einschränkung der Freiräume unabhängiger Nichtregierungsorganisationen in den Vereinten Nationen (UNO). „Der Einfluss autoritär regierter Staaten nimmt in der Weltorganisation immer weiter zu.

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Eintrag gelöscht – nach 20 Jahren

Süddeutsche, 13.03.2018

Die Behörde reformiert die oft von autoritären Regierungen missbrauchte Fahndungsarbeit.

Von Lena Kampf, Berlin

Zwei Tage lang saß Dolkun Isa 2009 im Transitbereich des Flughafens Seoul fest. Keine Dusche, kaum Schlaf, zu essen gab es nur Hühnersandwich und Orangensaft. Sein Betreuer aus der deutschen Botschaft brachte ihm einen Rasierer mit. Die südkoreanischen Behörden wollten Isa nach China deportieren, wo ihm eine lange Haft oder gar die Todesstrafe drohte. Verhindert wurde dies – wohl nur knapp – durch die deutschen Diplomaten, die Isa letztlich in einen Flug zurück nach München setzten.

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Hongkonger Aktivist Joshua Wong erneut zu Haft verurteilt

DW, 21.01.2018

Der Anführer der “Regenschirm-Proteste”, Joshua Wong, muss für drei Monate ins Gefängnis. Er habe “normale Bürger daran gehindert, ihrem Tagesablauf nachzugehen”. Beobachter vermuten Druck aus Peking.

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Xi Jinpings verheerende Bilanz zum Tag der Menschenrechte 2017

igfm, 12.12.2017

Jegliche Informationen über Menschenrechtsverletzungen in China werden mit großer Brutalität erstickt. Andersdenkende und Menschenrechtsverteidiger werden Opfer dieser Diktatur und brauchen mehr Unterstützung denn je.

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Chinas bedeutendster politischer Gefangener wird von Weimar geehrt

gfbv, 09.12.2017

Menschenrechtspreis ist Auftrag: Bundesregierung soll sich für Freilassung von Ilham Tohti einsetzen (Pressemitteilung)

Die Verleihung des Weimarer Menschenrechtspreises an den in China inhaftierten uigurischen Wirtschaftsprofessor Ilham Tohti ist nach Auffassung der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ein unmissverständlicher Auftrag, sich für die Freilassung dieses politischen Gefangenen einzusetzen. „Wir dürfen diesen engagierten Menschenrechtler nicht im Stich lassen: Bitte vergessen Sie ihn nicht und engagieren Sie sich für Hafterleichterungen und seine Freilassung“, heißt es in einem Appell der GfbV an die deutsche Bundesregierung und die Europäische Union. „Tohtis Stimme darf nicht verstummen, denn er steht für Frieden und Verständigung zwischen Uiguren und Chinas Mehrheitsbevölkerung in der Krisenregion Ostturkestan/Xinjiang.“ Der Professor wird am Sonntag, dem Tag der Menschenrechte, in Weimar ausgezeichnet.

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Uigurischer Menschenrechtler von UN-Gelände verwiesen

GfbV, 08.05.2017

Internationale Menschenrechtsorganisationen sind zutiefst besorgt über die zunehmende Tendenz, Menschenrechtlern in Foren der Vereinten Nationen (UN) das Wort abzuschneiden.

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China: 20. Jahrestag des Massakers von Gulja: Gewalt gegen muslimische Volkgruppe der Uiguren endlich beenden

GfbV, 03.02.2017

8789978uhjDie Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) erinnert an die Opfer des Gulja-Massakers vor 20 Jahren in Ostturkestan/Xinjiang im Nordwesten Chinas. Mehr als 100 Uiguren waren am 5. Februar 1997 bei der brutalen Niederschlagung einer friedlichen Demonstration in der Stadt Gulja nahe der Grenze zu Kasachstan von chinesischen Sicherheitskräften getötet worden. „Das Massaker von Gulja löste eine Welle der Repression aus, die bis heute anhält. Willkür, Verfolgung und gewaltsamer Tod sind für Angehörige der muslimischen Volksgruppe der Uiguren seither alltäglich“, berichtete der GfbV-Asienreferent Ulrich Delius am Freitag in Göttingen. Statt die Verantwortlichen für das Blutbad zur Rechenschaft zu ziehen, wurden nach der Demonstration bis zu 4.000 Menschen verhaftet. Mehr als 200 Uiguren wurden in den folgenden zwei Jahren wegen ihrer angeblichen Teilnahme an Protesten zum Tode verurteilt und hingerichtet. 90 Uiguren mussten langjährige Haftstrafen verbüßen.

„Das Massaker von Gulja markiert einen tiefen Einschnitt in Ostturkestan. Seitdem ist die Lage dort eskaliert“, sagte Delius. Einerseits wiederhole sich dort immer das gleiche Gewaltmuster: Uiguren protestierten friedlich gegen Einschränkungen ihrer Religionsfreiheit oder willkürliche Festnahmen. Daraufhin eröffneten verängstigte Sicherheitskräfte mit scharfer Munition das Feuer auf die Demonstranten und rechtfertigten ihren unverhältnismäßigen Gewalteinsatz mit vermeintlicher Terrorabwehr. Andererseits gebe es neben friedlichen Protesten auch immer häufiger Verzweiflungstaten von Uiguren, die mit Gewaltakten auf die dramatische Lage in ihrer Heimat aufmerksam machen wollten.

„Der Kreislauf von Gewalt und Gegengewalt muss endlich durchbrochen werden“, forderte Delius. „Dafür müssen Chinas Behörden endlich die willkürliche Verfolgung beenden und den Uiguren ihre verfassungsmäßig garantierten Rechte auch tatsächlich einräumen.“ 

Nach der brutalen Niederschlagung eines Protestes von uigurischen Jugendlichen gegen die willkürliche Verhaftung von 30 religiösen Führern hatten mehrere tausend Menschen vor 20 Jahren friedlich in Gulja demonstriert. Bereitschaftspolizei setzte scharfe Munition ein und feuerte wahllos in die Menschenmenge. In den folgenden Tagen wurde die Stadt von 40.000 Sicherheitskräften hermetisch abgeriegelt und das Stadion in ein Internierungslager für festgenommene Uiguren verwandelt.  

Header Foto: Sergio Tittarini via Flickr

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Massaker an Uiguren in Ostturkestan jährt sich zum zweiten Mal (28.7.): „Tiananmen“ der Uiguren endlich aufklären – Straflosigkeit muss beendet werden

GfbV, 28.07.2016

Zwei Jahre nach dem Tod hunderter Uiguren bei einem Blutbad chinesischer Sicherheitskräfte im Bezirk Yarkand in der Region Xinjiang/Ostturkestan hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) eine unabhängige Untersuchung der Massaker-Vorwürfe gefordert. „Das Blutbad von Yarkand hat für die Uiguren eine ähnliche Bedeutung wie das Tiananmen-Massaker für die chinesische Öffentlichkeit.

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