Weimarer Menschenrechtspreis für Uiguren Ilham Tohti

DW, 09.12.2017

Der in China inhaftierte uigurische Hochschullehrer Ilham Tohti wird am Sonntag mit dem Menschenrechtspreis der Stadt Weimar geehrt. Ulrich Delius von der Gesellschaft für bedrohte Völker erläutert die Hintergründe.

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Bundesregierung muss aktiv werden

TA, 09.12.2017

Weimar. Unmittelbar vor der Verleihung des Weimarer Menschenrechtspreises an Ilham Tohti hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die Freilassung des in China inhaftierten Wirtschaftsprofessors gefordert. Die Auszeichnung sei ein unmissverständlicher Auftrag für die Bundesregierung, sich für die Freilassung dieses politischen Gefangenen einzusetzen, heißt es in einer Mitteilung der Gesellschaft.

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China pocht auf “Cybersouveränität”

DW, 09.12.2017

Amerikas Technologie-Bosse waren nach China gepilgert, um sich die “Vorreiterrolle” Chinas in punkto Datennutzung erläutern zu lassen. Gleichzeitig treibt Peking die Internet-Zensur voran.

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Chinas bedeutendster politischer Gefangener wird von Weimar geehrt

gfbv, 09.12.2017

Menschenrechtspreis ist Auftrag: Bundesregierung soll sich für Freilassung von Ilham Tohti einsetzen (Pressemitteilung)

Die Verleihung des Weimarer Menschenrechtspreises an den in China inhaftierten uigurischen Wirtschaftsprofessor Ilham Tohti ist nach Auffassung der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ein unmissverständlicher Auftrag, sich für die Freilassung dieses politischen Gefangenen einzusetzen. „Wir dürfen diesen engagierten Menschenrechtler nicht im Stich lassen: Bitte vergessen Sie ihn nicht und engagieren Sie sich für Hafterleichterungen und seine Freilassung“, heißt es in einem Appell der GfbV an die deutsche Bundesregierung und die Europäische Union. „Tohtis Stimme darf nicht verstummen, denn er steht für Frieden und Verständigung zwischen Uiguren und Chinas Mehrheitsbevölkerung in der Krisenregion Ostturkestan/Xinjiang.“ Der Professor wird am Sonntag, dem Tag der Menschenrechte, in Weimar ausgezeichnet.

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Kommentar: 1:0 für Tibet

dw, 24.11.2017

Wegen des Protests einiger Tibet-Aktivisten kommt es zwischen DFB und Chinas Führung zur diplomatischen Krise. Das Verhalten der Chinesen zeigt, dass die Kooperation mit ihnen ein Fehler war, meint Andreas Sten-Ziemons.

Herzlichen Glückwunsch! Offenbar ist es möglich, mit gerade einmal sechs Demonstranten und vier bis fünf Fahnen eine ganze Großmacht in die Flucht zu schlagen. Die Pro-Tibet-Demonstration beim ersten Auftritt der chinesischen U20 gegen den Fußball-Regionallisten TSV Schott Mainz am vergangenen Samstag, der dadurch im Stadion ausgelöste Eklat, die anschließende Debatte und die Ankündigung neuer Proteste für diesen Samstag beim zweiten Testspiel beim FSV Frankfurt haben dazu geführt, dass China plötzlich keine Lust mehr hat, sein Olympiateam in Deutschland antreten zu lassen. Zuvor hatte sich Chinas Außenministerium zu Wort gemeldet und den DFB der Unterstützung von “separatistischen, anti-chinesischen und terroristischen Aktivitäten” bezichtigt, sollte er das Aufhängen der tibetischen Fahnen nicht unterbinden.

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Das Rätsel von Weimar

Sueddeutsche, 20.11.2017

China fordert, dass die Stadt den Menschenrechtspreis für Ilham Tohti zurücknimmt. Macht sie natürlich nicht. Aber seitdem geschehen wunderliche Dinge.

Als ein chinesisches Gericht vor drei Jahren den Universitätsprofessor Ilham Tohti zu lebenslanger Haft verurteilte, da sagte sein Freund, der Pekinger Bürgerrechtler Hu Jia, zur SZ, er wisse nicht, “ob die KP nun dumm ist oder vorsätzlich unbarmherzig”. Dass die Partei in Peking kein Herz für Andersdenkende hat, war bekannt, aber ein so drakonisches Urteil ausgerechnet gegen Tohti, das schockierte damals viele, egal ob Menschenrechtler oder Diplomaten. Viele kannten Tohti persönlich, der Akademiker hatte sich als Brückenbauer verstanden zwischen den Han-Chinesen und seinem eigenen Volk, den im Westen Chinas lebenden Uiguren. Und er war ihnen und ihren Nöten eine Stimme gewesen, die einzige, die sie noch hatten am Ende. “Sie wollen, dass die Welt ihn vergisst”, sagte Hu Jia.

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Kommentar: Xi Jinping – Großer Steuermann 2.0

DW, 27.10.2017

Xi Jinping startet als Chef der Staatspartei Chinas mit enormem Rückenwind in seine zweite Amtszeit. Die führt geradewegs zurück in die Ära der Alleinherrscher. Nur die Methoden werden moderner, meint Matthias von Hein.

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Chinesische Fluggesellschaften transportieren Organe in großem Ausmaß: Woher kommen diese?

EPOCHTIMES, 24.10.2017

In einem am 4. Oktober veröffentlichten Bericht kündigte der chinesische Staatsmediendienst „China News Service“ an, dass China Southern Airlines im Mai 2016 eine Express-Linie für den Transport von menschlichen Organen eröffnet hat und dass dadurch bereits mehr als 500 Organe  erfolgreich transportiert wurden.

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Chinas Kommunisten verewigen Xi Jinping in Parteiverfassung

DW, 24.10.2017

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping bekommt mehr Macht: Als dritter Parteiführer nach Staatsgründer Mao Tsetung und Reformer Deng Xiaoping wird Xi namentlich in den Statuten der Kommunistischen Partei erwähnt.

Chinas Kommunisten haben Staats- und Parteichef Xi Jinping als Vordenker der Partei auf eine historische Stufe mit Staatsgründer Mao Tsetung erhoben. Die knapp 2300 Delegierten des 19. Kongresses der Kommunistischen Partei Chinas haben auf ihrer Abschlusssitzung in Peking einstimmig dafür gestimmt, “Xi Jinpings Gedankengut für das neue Zeitalter des Sozialismus chinesischer Prägung” als zusätzliche Leitlinie in der Parteiverfassung zu verankern.

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Chinas Staatschef Xi warnt seine Partei vor “ernsten Herausforderungen”

DW, 18.10.2017

Mit einer Kampfansage an politische Gegner hat Chinas Staatschef Xi Jinping den Parteitag der Kommunistischen Partei eröffnet. Er warnte zudem vor “tiefgreifenden und komplizierten Veränderungen” in China und der Welt.

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