Unruhe in Pakistan wegen Festnahme von Uigurinnen

Quelle:DW

Chinas Behörden in Xinjiang sollen schon vor längerer Zeit Frauen aus der Volksgruppe der Uiguren verhaftet haben, die eigentlich in Pakistan leben und dort verheiratet sind. Die Familien halten sich noch bedeckt.

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Eintrag gelöscht – nach 20 Jahren

Süddeutsche, 13.03.2018

Die Behörde reformiert die oft von autoritären Regierungen missbrauchte Fahndungsarbeit.

Von Lena Kampf, Berlin

Zwei Tage lang saß Dolkun Isa 2009 im Transitbereich des Flughafens Seoul fest. Keine Dusche, kaum Schlaf, zu essen gab es nur Hühnersandwich und Orangensaft. Sein Betreuer aus der deutschen Botschaft brachte ihm einen Rasierer mit. Die südkoreanischen Behörden wollten Isa nach China deportieren, wo ihm eine lange Haft oder gar die Todesstrafe drohte. Verhindert wurde dies – wohl nur knapp – durch die deutschen Diplomaten, die Isa letztlich in einen Flug zurück nach München setzten.

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Ein Leben als Gejagter

TAZ, 13.03.2018

21 Jahre ließ China den in München lebenden Kritiker und Menschenrechts-aktivisten Dolkun Isa über Interpol auf der ganzen Welt jagen – ohne je einen Beweis für ein Verbrechen vorzulegen

Der Weg zu Dolkun Isa führt ins Münchner Bahnhofsviertel. Ein heruntergekommenes Bürohaus, das Treppenhaus blassgelb gestrichen. Drei eingetrocknete Büropflanzen darben auf dem Steinfußboden. Vorbei am Call Shop Alamir im Erdgeschoss und dem Hairstyling-Salon Paradiso geht es in den dritten Stock. Hier arbeitet Dolkun Isa. Seit vielen Jahren schon und ganz offiziell. Sein Name steht an der Tür. Er hat einen deutschen Pass, seine Kinder gingen in München zur Schule. Doch Isa ist ein gejagter Mann. Seit mehr als zwei Jahrzehnten ist er auf der Flucht. Verfolgt von einem mächtigen Gegner, einem ganzen Staat – China.

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In China gibt es ein erschreckendes Überwachungs-System, das Zehntausende Bürger ausspioniert

BusinessInsider, 04.03.2018

Die Furcht vor Terrorismus hat in den vergangenen Jahren weltweit zugenommen.Viele Muslime leiden unter den Folgen des islamistischen Terrors. Misstrauen, Vorurteile und Fremdenhass gegenüber muslimische Bürger ist in vielen Ländern zur traurigen Normalität geworden.

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Verfassung auf Xi Jinping zugeschnitten

DW, 27.02.2018

Die Wiederwahl des Staatspräsidenten Chinas soll künftig unbegrenzt möglich sein. Die entsprechende Verfassungsänderung ist nur Formsache und setzt die Machtkonzentration in der Hand Xi Jinpings fort.

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Chinas Aufstieg stellt Europa vor die Wahl

DW, 24.02.2018

Chinas wachsende weltpolitische Stellung und Trumps Isolationismus verteilen nicht nur die weltpolitischen Gewichte neu. Beides könnte Europa auch zu neuen Entscheidungen zwingen.

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Wie Peking die Autonome Uigurische Region zum Polizeistaat gemacht hat

NZZ, 17.02.2018

In der Autonomen Uigurischen Region Xinjiang haben die chinesischen Behörden schon länger die Repressionsschraube angezogen. Im Kampf gegen Islamismus und Separatismus werden die Grundsätze des Rechtsstaats schamlos missachtet.

Vor vier Jahren wurde der bekannte uigurische Wirtschaftswissenschafter Ilham Tohti von den chinesischen Behörden verhaftet. Ihm droht eine lebenslange Haftstrafe wegen «Separatismus». Verschiedene Kommentatoren sagten damals, dass dies der Auftakt zu einer grossangelegten Repressionskampagne Pekings in der Autonomen Uigurischen Region Xinjiang sein könnte mit dem Ziel, ethnische Spannungen zu unterdrücken und gemässigte uigurische Stimmen zum Schweigen zu bringen. Sie hatten recht: Die Region ist inzwischen ein umfassender Polizeistaat.

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Daimler entschuldigt sich für Dalai-Lama-Zitat

DW, 09.02.2018

Der Daimler-Konzern hat durch einen Instagram-Post mit einem Dalai Lama-Zitat Zorn bei chinesischen Behörden und Kunden geerntet. Der Post ist nun gelöscht, teilte der Autobauer mit. Jetzt gibt es Kritik hierzulande.

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Hongkonger Gericht hebt Haftstrafe gegen Joshua Wong auf

DW, 06.02.2018

Für ihn ist es ein Teilerfolg: Der Anführer des Hongkonger “Regenschirm-Protestes”, Joshua Wong, ist vorerst wieder ein freier Mann. Das gilt auch für zwei seiner Mitstreiter. Wie lange die Freiheit währt, ist unklar.

Hongkongs junger Protestführer Joshua Wong muss vorerst nicht zurück ins Gefängnis. Das Oberste Berufungsgericht der Stadt hob eine im Sommer gegen den 21-Jährigen verhängte Haftstrafe auf.

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120.000 Uiguren in Umerziehungslagern festgehalten

Dlf24, 27.01.2018

In der chinesischen Region Xinjiang werden nach einem Medienbericht 120.000 Uiguren in Umerziehungslagern festgehalten.

Die Uiguren sind eine muslimische Minderheit. Nach einem Bericht des Senders “Radio Free Asia” handelt es sich bei den Festgehaltenen um Menschen, denen die Behörden extremistische oder politisch nicht genehme Ansichten vorwerfen. Allein in der Stadt Kashgar sollen mehrere zehntausend Uiguren betroffen sein. Es gibt dort dem Bericht zufolge vier Umerziehungslager, die zum Beispiel in umfunktionierten Regierungsgebäuden oder Schulen eingerichtet werden. Der britische Guardian zitiert einen Menschenrechtler, der die Zahlen in dem Radiobericht als glaubwürdig bezeichnet. “Radio Free Asia” wird aus den USA finanziert.

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