Mann offenbar illegal nach China abgeschoben

Quelle: Spiegel

In Bayern ist es offenbar erneut zu einem Fehler bei einer Abschiebung gekommen: Die bayerischen Behörden sollen einen zur Minderheit der Uiguren zählenden 22 Jahre alten Asylbewerber rechtswidrig nach China abgeschoben haben. Das berichtet der Bayerische Rundfunk. Demnach habe der Mann bereits im April das Land verlassen müssen. Der Fall wurde jedoch erst jetzt bekannt. Vor Kurzem hatte bereits die rechtswidrige Abschiebung eines Afghanen für Aufsehen gesorgt.

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Chinas Feldzug gegen die Muslime im eigenen Land

Quelle: swp

Sie werden überwacht, interniert, gefoltert – mit einer grausamen Kampagne bekämpft China das islamische Volk der Uiguren.

Noch vor einem Jahr herrschte in der Altstadt von Kashgar reges Treiben. Händler riefen ihre Waren aus, Damen mit Kopftuch zogen wählerisch von Stand zu Stand, um sich Seidenschals oder Mäntel aus Yakwolle auszusuchen, in Garküchen wurden Lammspieße gegrillt. Heute ist davon nichts mehr übrig. Stattdessen: Grabesstille.

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Bundesregierung verschärft Reisehinweise

Quelle: FAZ

boe. PEKING, 26. Juli. Angesichts des harschen Vorgehens der chinesischen Polizei in der mehrheitlich muslimischen Region Xinjiang hat die Bundesregierung am Donnerstag ihre Sicherheitshinweise für Reisen in diese Gegend verschärft. Es könne vorkommen, dass ausländische Besucher vorübergehend festgenommen würden, heißt es auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes. Zudem wurde nach Angaben von Diplomaten uigurischstämmigen Ehepartnern deutscher Staatsbürger in mehreren Fällen ihr chinesischer Pass entzogen, so dass sie nicht mehr ausreisen konnten. Unterdessen wachsen unter europäischen Diplomaten die Zweifel an dem Format des Menschenrechtsdialogs mit China.

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http://plus.faz.net/faz-plus/seite-eins/2018-07-27/bundesregierung-verschaerft-reisehinweise/182555.html

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Premierentreffen zum Thema Religionsfreiheit auf großer Bühne

Quelle: focus

Die USA hatten eingeladen. Auf einer internationalen Konferenz war drei Tage die Religionsfreiheit Thema. Markus Grübel, Beauftragter der Bundesregierung für Religionsfreiheit, zieht ein positives Fazit – bemängelt aber die Teilnehmerliste.

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In der Strafko­lonie

Quelle: Spiegel

China In Xinjiang errichtet Peking einen Überwachungsstaat, wie ihn die Welt noch nicht gesehen hat. Mit modernsten Methoden will das Land die muslimische Minderheit der Uiguren kontrollieren. Eine Reise durch eine gespenstisch stille Region.  – Von Bernhard Zand

Die Stadt Kash­gar im tie­fen Wes­ten Chi­nas fühlt sich in die­sen Ta­gen manch­mal an wie Bag­dad nach dem Krieg. Si­re­nen heu­len, Pan­zer­wa­gen pa­trouil­lie­ren, und Kampf­jets don­nern über die Stadt. Die we­ni­gen Ho­tels, in de­nen noch ein paar ver­spreng­te Tou­ris­ten woh­nen, sind blick­dicht ein­ge­mau­ert. Mit gro­ben, her­ri­schen Ges­ten sor­tie­ren Po­li­zis­ten in Schutz­wes­te und Helm den Ver­kehr. Wer aus der Rei­he tanzt, wird an­ge­schrien.SIE LESEN DIE VORSCHAU

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Demütigung, Strafen, Folter: China hat die Heimat der Uiguren in ein grosses Straflager verwandelt

Quelle: Aargauer Zeitung

Das einst so quirlige Kashgar gleicht mehr und mehr einem einzigen grossen Straflager mit Stacheldrahtsperren mitten in der Stadt.

Wo noch vor Jahresfrist die Händler ihre Waren ausgerufen haben, wo Damen mit Kopftuch von Stand zu Stand gezogen sind, um sich Seidenschals oder Mäntel aus Yakwolle auszusuchen, und wo die Wirte von Garküchen ihre Lammspiesse auf dem offenen Grill gebraten haben, herrscht heute Grabesstille. Stattdessen patrouillieren Gruppen von Uniformierten durch die Altstadt von Kashgar. «Sicherheitstruppe» steht auf den Armbinden der zumeist jungen Männer; ihre Abzeichen weisen sie als Mitglieder der Volkspolizei aus. Ihre Bewaffnung wäre einem Krieg angemessen: Sturmgewehre und Maschinenpistolen. Fast alle von ihnen sind ethnische Chinesen, nur wenige sehen aus wie Uiguren.

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41-Jährige berichtet von berüchtigten chinesischen Umerziehungslagern

Quelle: Bluewin

China hat die Existenz von Umerziehungslagern in der Unruheprovinz Xinjiang immer wieder bestritten Eine nach Kasachstan geflohene 41-Jährige erklärt nun, dass sie in einem der Lager inhaftiert wurde.

Die chinesische Provinz Xinjiang: Im Jahr 2014 kommt es hier immer wieder zu Attacken auf Chinesen. Als Urheber gelten Angehörige von muslimischen Minderheiten, die sich von den Han-Chinesen diskriminiert fühlen.

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Grabesstille über Xinjiang

Quelle: TAZ

Früher war die Region für ihre Messer berühmt. Die sind jetzt verboten. China hat die Heimat der Uiguren in ein großes Straflager verwandelt.

XINJIANG taz | Wo noch im vorigen Jahr die Händler ihre Waren ausgerufen haben, wo Damen mit Kopftuch wählerisch von Stand zu Stand gezogen sind, um sich Seidenschals oder Mäntel aus Yakwolle auszusuchen, und wo die Wirte von Garküchen ihre Lammspieße auf dem offenen Grill gebraten haben, herrscht heute Grabesstille.

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Nach Uiguren auch Kasachen?

Quelle: TAZ

 Eine geflohene Chinesin erzählt vor Gericht in Kasachstan über das Lagersystem in der Unruheprovinz Xinjiang in Nordwestchina.

Eine in Kasachstan des illegalen Grenzübertritts aus China angeklagte Frau hat Chinas Regierung beschuldigt, Tausende Kasachen in der Unruheregion Xinjiang in Nordwestchina in Umerziehungslagern zu internieren. Sie selbst habe in so einem Lager gearbeitet, gab Sayragul S., eine ethnische Kasachin chinesischer Staatsangehörigkeit, nach Informationen der Nachrichtenagentur afp vor Gericht im kasachischen Scharkent an.

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Ein Schachzug der Chinesen

Quelle: Die Tagespost

Im Zuge des Deutschland-Besuchs des chinesischen Ministerpräsidenten wurde Liu Xia, die Frau des verstorbenen Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo, freigelassen – Menschenrechtler sehen Lage weiter kritisch. Von Michael Leh

iu Xia ist in Berlin. Einen Tag nach dem Treffen des chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in der deutschen Hauptstadt gestattete Peking überraschend am Dienstag der Witwe des vor einem Jahr verstorbenen Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo die Ausreise. Die Freilassung der seit acht Jahren unter Hausarrest stehenden und an Depressionen leidenden Künstlerin wurde seit langem international gefordert. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sich wiederholt für sie eingesetzt. Der im Berliner Exil lebende chinesische Dissident und Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels, Liao Yiwu, der mit Liu Xia befreundet ist, twitterte: „Ich bin so glücklich. Endlich kommt Xia!“ Liao Yiwu, der auch Liu Xiaobo persönlich kannte, hatte sich viele Jahre unablässig auch für dessen Witwe eingesetzt. Die in Köln lebende Präsidentin des Unabhängigen chinesischen PEN-Clubs, Tienchi Martin-Liao, hatte noch vor wenigen Tagen mit Liu Xia in China telefonieren können und erklärte gegenüber der „Tagespost“: „Es ist ein Schachzug der chinesischen Regierung.“

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